Zusatzqualifikation & Schlüsselqualifikation - machen den Profi zum Profi

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Berufliche Zusatzqualifikation werden an der Ademy Elearning Business School angeboten. Von IT bis MBA. www.ademy.li
Als Zusatzqualifikationen werden Kenntnisse und Fähigkeiten bezeichnet, die über die regulären Inhalte der Berufsausbildung (laut Ausbildungsordnung) hinausgehen. Sie werden Auszubildenden im dualen System, die in Betrieb und Berufsschule lernen, und für alle dualen Ausbildungsberufe angeboten.

Betriebe erhöhen durch hochwertige Ausbildungsangebote ihre Attraktivität für leistungsbereite Jugendliche, bilden zielgenau qualifizierte Nachwuchskräfte aus und eröffnen attraktive Karrieremöglichkeiten im Betrieb. Bundesweit gibt es etwa 2.200 Zusatzqualifikationen mit über 70.000 Auszubildenden, die diese Möglichkeiten nutzen. Angeboten werden Zusatzqualifikationen von Berufsschulen, Kammern, Bildungsträgern und oft auch von den Ausbildungsbetrieben selbst. Voraussetzung zum Erwerb einer Zusatzqualifikation ist ein Ausbildungsvertrag in einem anerkannten Ausbildungsberuf.

Beispiele www.ademy.li

Zusatzqualifikationen sind für Auszubildende aller allgemeinen Schulabschlüsse und in kaufmännischen, handwerklichen sowie technischen Berufen möglich. Besonders attraktive Zusatzqualifikationen sind:

  • Computerkurse, z. B. ECDL, Microsoft-Zertifikate, CAD, Internetpräsentation
  • Fremdsprachenkurse, z. B. KMK-Fremdsprachenzertifikat, IHK-Zertifikat in einer Fremdsprache
  • Erwerb der Fachhochschulreife parallel zur Berufsausbildung
  • Auslandsaufenthalte, z. B. internationale Austauschprogramme, Doppeldiplome, Berufswahlpass
  • Assistentenausbildung, z. B. Betriebsassistent, Handels-/Managementassistent
  • Fachspezifische Zusatzqualifikationen, z. B. Digital Media Design, Controlling, E-Commerce
  • Schlüsselqualifikationen, z. B. Teamentwicklung, Präsentationstechniken, Rhetorik und Kommunikation
  • Akademische Abschlüsse, z.B., Master in Science of Accountancy, MBA

    Schlüsselqualifikation
    Schlüsselqualifikationen sind überfachliche Qualifikationen, die zum Handeln befähigen sollen. Innerhalb der Personalwirtschaft sind diese neben der Fachkompetenz der zweite zentrale Bereich der Personalentwicklung. Sie sind daher kein Fachwissen, sondern ermöglichen den kompetenten Umgang mit fachlichem Wissen. Dabei setzen sich Schlüsselqualifikationen aus einem breiten Spektrum übergreifender Fähigkeiten zusammen, die sowohl aus dem kognitiven, als auch aus dem affektiven Bereich stammen. Diese Kompetenzen können in verschiedenen Situationen und Funktionen flexibel und innovatorisch eingesetzt und übertragen werden.

    Der Begriff wurde zunächst in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Dieter Mertens geprägt. Er verstand unter Schlüsselqualifikationen die Qualifikationen, die als "Schlüssel" zur Erschließung von sich schnell änderndem Fachwissen dienen können. Treffender als der Begriff der Qualifikation wäre der Begriff Kompetenz, da eine Qualifikation etwas Objektives ist, unter Kompetenz aber eine individuelle Eigenschaft verstanden wird. Hierbei wird deutlich, dass bereits früh mit dem Begriff der Schlüsselqualifikation nicht die Fachkompetenz selbst, sondern die Fähigkeit zur Adaption und zum Transfer von Fachkompetenzen gemeint war.

    Aufschlüsselung

    Schlüsselqualifikationen sollen und können das Fachwissen nicht ersetzen, sondern in Anbetracht der sich ständig wandelnden Anforderungen im Berufsleben erschließen helfen. Sie sind daher zunächst inhaltsneutral und finden Anwendung im tätigen Berufsleben und in zwischenmenschlichen Beziehungen.

    Schlüsselqualifikationen www.ademy.li lassen sich als Fähigkeiten (in einer möglichen Kategorisierung) in fünf Kompetenzbereiche einordnen:

    1. Sozialkompetenz
    2. Methodenkompetenz
    3. Selbstkompetenz
    4. Handlungskompetenz
    5. Medienkompetenz

    Bedingt durch den immer größeren Einzug der digitalen Medien in die Gesellschaft müssen die Schlüsselqualifikationen um die Medienkompetenz erweitert werden. Dieses ist sowohl die Forderung der ständigen Kultusministerkonferenz auch als der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK).

    Gliederung

    Die einzelnen Bestandteile von Schlüsselqualifikationen lassen sich wie folgt definieren:

    Sozialkompetenz www.ademy.li

    Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die dazu befähigen, in den Beziehungen zu Menschen situationsadäquat zu handeln

    • Kommunikationsfähigkeit
    • Kooperationsfähigkeit
    • Konfliktfähigkeit
    • Einfühlungsvermögen (Empathie)
    • Emotionale Intelligenz

    Methodenkompetenz

    Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die es ermöglichen, Aufgaben und Probleme zu bewältigen, indem sie die Auswahl, Planung und Umsetzung sinnvoller Lösungsstrategien ermöglichen

    • Analysefähigkeit
    • Kreativität
    • Lernbereitschaft
    • Denken in Zusammenhängen
    • Abstraktes und vernetztes Denken
    • Rhetorik

    Individualkompetenz/Selbstkompetenz/Personenkompetenz/Humankompetenz

    Fähigkeiten und Einstellungen, in denen sich die individuelle Haltung zur Welt und insbesondere zur Arbeit ausdrückt. Persönlichkeitseigenschaften, die nicht nur im Arbeitsprozess Bedeutung haben

    • Leistungsbereitschaft
    • Engagement
    • Motivation
    • Flexibilität
    • Kreativität
    • Ausdauer
    • Zuverlässigkeit
    • Selbstständigkeit
    • Mobilität
    • Anpassungsfähigkeit
    • Belastbarkeit

    Handlungskompetenz

    Die Schnittmenge dieser 3 Kompetenzbereiche ist die individuelle Handlungskompetenz einer Person. Kompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang die Befähigung eines Menschen, sich situativ angemessen zu verhalten, selbstverantwortlich Probleme zu lösen, bestimmte Leistungen zu erbringen und mit anderen Menschen angemessen umzugehen, auf der Basis eines erfolgreichen Lernprozesses. Kompetenz ist immer individuell und wird durch den Erwerb und auf die eigenen Werte und Ziele bezogene Reflexion einzelner, sich gegenseitig beeinflussender Fähigkeiten erworben.

    • das kognitive Regelsystem, mit dem Handlungen generiert werden können
    • die Disposition zum Erwerb aller Fähigkeiten
    • stabile, universell angelegte und empirisch nicht wahrnehmbare Tiefenstruktur
      ganzer Text unter wikipedia

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